Sprühende Ideen, die wieder vergehen (tt.com)

Sie lassen Wände sprechen und graue Fassaden in bunten Farben leuchten, sie bewegen sich zwischen Kriminalität, Kunst und Kommerz – Graffiti. Weil die Werke der Sprayer nicht lange erhalten bleiben, werden Fotos in Datenbanken gespeichert. Die Polizei macht es, um Vandalen zu überführen, und Forscher, um die Ästhetik zu dokumentieren. Innsbruck ist ein kreatives Pflaster, könnte seine Graffiti aber besser präsentieren.

Es sind nur ein paar Buchstaben. Wer mit dem Zug vom Unterland kommend nach Innsbruck fährt, sieht die Botschaft. Sie wurde gleich neben der Bahnbrücke über den Inn, kurz bevor die Viaduktbögen beginnen, an eine weißen Wand gesprayt. In der Szene nennt man es ein „comment“, einen Kommentar. Obwohl es nicht besonders liebevoll gestaltet ist, zählt es zu den Graffiti und erzählt eine Geschichte: von einem Sprayer, der den Glauben an die Menschheit nicht aufgeben will: „2016 wird alles gut.“ Mehr steht dort nicht.

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