Kunst-Aktion gegen Nazi-Graffiti (kleinezeitung.at)

Rechtsextremismus nahm 2015 deutlich zu – auch in der Steiermark. Die steirische Antidiskriminierungsstelle startete nun Aktion mit Sprayer. Von Barbara Kluger

Einen „signifikanten Anstieg von Mitgliedern und Sympathisanten“ bei rechtsextremen Gruppierungen in Österreich attestiert der Verfassungsschutz in seinem jüngsten Bericht. Rechtsextremistisch, fremdenfeindlich, islamophob oder antisemitisch motivierte Tathandlungen haben sich österreichweit mehr als verdoppelt – auf 1156 im Jahr 2015. Vor allem Nazi-Schmierereien haben stark zugenommen: Allein zwischen Jänner und April dieses Jahres wurden der Antidiskriminierungsstelle Steiermark 49 fremdenfeindliche und nazistische Schmierereien im öffentlichen Raum gemeldet, die meisten davon Hakenkreuze und das Kürzel „88“ (für „Heil Hitler“).

„Dieser Anstieg hat uns erschreckt“, sagt Daniela Grabovacs, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle. „Wir wollen deshalb gegen den rechtsextremen Aufmarsch Stellung beziehen und ein klares Zeichen gegen Fremdenhass setzen.“ Deshalb startete die Stelle die Aktion „Make that change“ („Mach’s anders“), bei der rassistische Graffiti in etwas Positives und Fröhliches verwandelt werden. Für die Aktion konnte der Künstler Oliver Naimer, in der Sprayer-Szene auch als „KEOS“ bekannt, gewonnen werden. In einer ersten Aktion übersprühte er unter einer Brücke Hakenkreuze mit dem Schriftzug „Respect – Start Living Without Racism“ („Respekt – Für ein Leben ohne Rassismus“). Ein Video von der Aktion vom Grazer Filmemacher Philipp Lihotzky ist seit Montag auf Facebook zu finden.

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