Vermummte Gestalten, die in Nacht- und Nebelaktionen Häuserfassaden, Schnellbahnwaggons und Brückenunterführungen besprühen. Ist das Kunst oder Sachbeschädigung? Graffitis werden zumindest in Wien nicht mehr nur in die Vandalismus- Schublade gesteckt, sondern als Street- Art anerkannt, die zu Diskussionen im öffentlichen Raum führen kann. City4U hat sich mit einem Sprayer unterhalten, um mehr über die Szene und ihre Beweggründe zu erfahren.

Der Donaukanal gilt als Mekka des Graffitis in Wien. Jahrelang wurde die Spraykunst dort geächtet, bis man es irgendwann aufgab, die bunten Stellen andauernd zu übermalen. Schließlich sehen bunte Wände schöner aus, als fades grau. Nun können Künstler ihre Graffitis entlang des Donaukanals legal sprayen. “Die Leute sollen verstehen, dass es nicht um mutwillige Sachzerstörung geht. Dauernd dieser grau in grau Ton – es geht einfach darum, die Stadt bunter zu machen. Weil wo schauen Kinder lieber hin? Auf ein Piece wo Supermario die Peach küsst oder auf eine angepisste, graue Pfui- Mauer?”, erklärte der Sprayer Daniel* im Gespräch mit City4U.

(…)

weiterlesen auf krone.at


Ganz legal dürfen sich derzeit Graffiti- Sprayer am Baustellen- Areal rund um die Rauchmühle austoben. Denn dort entsteht gerade die längste Graffitiwand der Stadt – erste quietschbunte Bildchen können bereits bewundert werden. Damit wird nicht nur Kunst gefördert, sondern auch verbotene Schmierereien eingedämmt.

Hinter der Idee steckt Salzburgs Jugendbeauftragte Veronika Horn. Sie ist seit einiger Zeit in der ganzen Stadt unterwegs auf der Suche nach geeigneten Flächen für die Künstler.
Jugendbeauftragte animiert zum Mitmachen

Zehn Stück gibt es davon bereits, wie etwa das Toilettenhäuschen im Volksgarten oder die Unterführung an der Alpenstraße. “Ich finde das eine ganz wunderbare Sache”, kommentiert Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ), denn zum einen werden auf diese Weise kahle Betonwände verschönert und zum anderen werden so illegalen Schmierereien eingedämmt. Denn Mitgestalten darf im Prinzip jeder: Die Stadt finanziert über das Jugendbüro regelmäßig entsprechende Graffiti- Workshops mit Schulklassen, Jugendgruppen sowie bei Stadtteil- und Parkfesten.

(…)

weiterlesen auf krone.at


Graffiti- Künstler in Villach und Klagenfurt sind in der Nacht zum Mittwoch auf die selbe Idee gekommen: Sie besprühten Fenster, Türen und einen Stromkasten. Ein Villacher Polizist hat Fotos auf Facebook gepostet und hofft nun auf Informationen aus der Insiderszene.

Dienstlich darf die Polizei nicht mit Social Media wie Facebook arbeiten, also postet Franz Bauer die “Tatortfotos” auf seiner Privatseite und fragt: “Wer kennt den Künstler?” Denn es gebe ja genug Insider, die die sogenannte Handschrift von Graffiti- Malern erkennen. Bis nach Wien reichen die Kontakte des Polizeibeamten, die er alle anzapft.

Und der private Blick auf Facebook hat schon öfter Erfolg gebracht: “Wenn etwa Fahrraddiebe Fotos mit dem Diebesgut posten!”, lacht Bauer.

(…)

weiterlesen auf krone.at


Erneut wurden in Feldkirchen Fassaden mit Lackfarben besprüht! Vor allem auf Firmen hatten es die Täter nun abgesehen, aber auch auf Unterführungen und Grundstücksmauern. Der entstandene Schaden dürfte hoch sein, bisher gibt es aber noch keinen Täter. Weil erst so spät Anzeige erstattet wurde, ist die Spur kalt.

Erst im Jänner waren in Villach drei 16- bis 17- Jährige geschnappt worden, die mit ihren “Kunstwerken” Schaden in Höhe von 7000€ angerichtet hatten. Viel weniger wird es auch bei den aktuellen Sprühaktionen in Feldkirchen nicht sein. Einige der Geschädigten haben den Fall bereits ihren Versicherungen gemeldet und Professionisten engagiert, um die Graffitis loszuwerden.

(…)

weiterlesen auf krone.at


Graffiti auf den U- Bahn- Waggons: Für die einen ist es Kunst, für die anderen einfach eine Schmiererei. Mehr als 280 Fälle zählen die Wiener Linien pro Jahr an ihren U- Bahn- Waggons – also fast jeden Tag einen, wenn man die Sonn- und Feiertage abzieht. Tendenz weiter steigend. Nun wird verstärkt kontrolliert.

Gemeinsam mit der Polizei werden nächtliche Kontrollgänge durchgeführt – so soll den Sprayern das Handwerk vermiest werden. Denn die Wiener Linien mussten 2015 mehr als 1,6 Millionen Euro für die Entfernung der Graffitis aus den Waggons aufwenden. Geld, das sich die Verantwortlichen aber von den Verursachern zurückholen, wenn es geht: Sprayer, die erwischt wurden, müssen den angerichteten Schaden begleichen. “Manche zahlen in Raten tausende Euro jedes Jahr zurück,” rechnet Pressesprecher Daniel Amann vor.

(…)

weiterlesen auf city4u.at

 


Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Unbekannte haben in Klosterneuburg im Bezirk Wien- Umgebung sowie im niederösterreichischen Korneuburg mehrere Hydranten mit einem Goldspray “aufgehübscht”. Zwar machen die goldenen Wasserspender optisch durchaus einiges her, mittlerweile wurde allerdings auch die Polizei auf den Plan gerufen, die nun nach den Sprayern sucht.

(…)

Obwohl die niederösterreichische Bezirksstadt das goldene Treiben offenbar lockerer sieht – eine Anzeige liegt dort nicht vor -, müssen die “veredelten” Hydranten dennoch in ihren Urzustand zurückversetzt werden, und zwar laut Medienberichten aus rechtlichen Gründen.

(…)

weiterlesen auf krone.at


Wiener sprühen städtische Fassaden an

„Die Gegend um die Augartenbrücke ist ein DrogenHotspot“, sagt die Polizei. In diesem Eck hat die Stadt auch die Wände zum legalen Sprayen freigegeben. Die Schmierereien an Brücken und Bänken tragen inzwischen nur zu einer trostlosen Stimmung am sonst so beliebten Donaukanal bei. Dabei haben Wiens Sprayer viel drauf.

(…)

weiterlesen auf pressreader.com


Auf dem Bahnhof in Laa an der Thaya (NÖ) konnten im Zuge eines Pilotprojekts der ÖBB mit dem Sicherheitsunternehmen PRM SafeLine drei Graffiti-Sprayer (Symbolfoto) auf frischer Tat ertappt und festgenommen werden. Sensoren hatten angeschlagen, die Alarmierungs- und Meldekette funktionierte perfekt.

Kronen Zeitung, 20.2.2016, S.18

Quelle: pressreader.com


Manche Graffiti- Künstler stellen ihre Werke in Galerien aus – andere werden als Schmierfinke gejagt. Illegale Beschmierungen verursachen jährlich immense Schäden. Davon können vor allem die ÖBB ein Lied singen. Österreichweit entstand im Vorjahr ein Schaden von 1 Million Euro. Auch Tirol wurde nicht verschont.

Es ist ein gefährlicher Adrenalin- Kick, der vor allem junge Menschen dazu antreibt, mitten in der Nacht auf Gleise zu springen um sich auf Zügen zu verewigen. Erst vor wenigen Tagen klickten – wie berichtet – für einen 22- jähriger Österreicher in Mailand (I) die Handschellen, nachdem er gemeinsam mit Komplizen in einer Blitzaktion eine U- Bahn- Garnitur beschmierte.

(…)

weiterlesen auf krone.at


Für die einen ist es Vandalismus, für die anderen Kunst, mit der sich jetzt sogar Geld machen lässt: Am Mittwochabend feiert der verurteilte Graffitisprayer Puber in der Ho Gallery in der Wiener City mit einer Ausstellung sein Comeback. Für schon 25 Euro gibt’s eine Handyhülle mit dem berüchtigten Schriftzug, Collagen auf Holz kosten bis zu 3000 Euro.

(…)

weiterlesen auf krone.at