Zwei Künstlerinnen fertigen aus Graffitiwänden Schmuck an – Geschenke der besonderen Art.

Wien. Wenn Cornelia Voglmayr vom Wiener Schiefer spricht, dann meint sie abgebröckelte Farbschichten von Graffitiwänden, aus denen sie Ketten, Ringe, Ohrringe, Armbänder und Manschettenknöpfe fertigt. “Es ist ein Stück konservierter Jugendkultur, die die Kreativität der Stadt und die Zeit, ähnlich wie bei Baumringen, festhält. Ich finde das Material deshalb so besonders, weil jede Farbschicht eine Geschichte erzählt. Wie ein Wiener Schiefer. Es ist ein Material, das in der Stadt gewachsen”, sagt sie.

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Beim heutigen “Battle-Jam” messen sich erstmals die besten sechs Teams Österreichs im Graffiti-Sprühen.

In Wien gibt es mehr legale Flächen für Graffiti-Künstler als in anderen Metropolen. 13 sind es an der Zahl.

Wien. In Sachen Graffiti ist Wien ein hartes Pflaster. Vor allem in den vergangenen Jahren hatten es die Straßenkünstler auf Grund der Prominenz eines gewissen “Puber” nicht leicht. Keine Häuserwand blieb von seinem Namen verschont.

“Es gab eine sehr schlechte mediale Berichterstattung über Graffiti, auch wegen Puber. Außerdem haben die ÖBB, die Wiener Linien und die Polizei gezielt gegen Sprayer medial Stimmung gemacht”, erklären Paul Hoffmann und Thomas Jöchtl: “Viele Menschen assoziieren Graffiti nur mit Schmierereien auf ihrer Hauswand. Das muss man aber differenziert sehen, weil es findet auch auf legalen Wänden statt.” Die beiden jungen Männern sind Teil der Szene und sie wolllen das Image der Sprayer verbessern. Aus diesem Grund laden sie diesen Samstag zum “Battle Jam – Austrian Graffiti Competition”. Dabei treten die sechs bekanntesten Teams Österreichs im Sprühen gegeneinander an. Die Gewinner werden von einer Jury ermittelt, ihnen winkt der Pokal für die “Graffiti Crew of the Year”. Schauplatz der bunten Graffitis: DasWerk am Donaukanal. In einer “Chill Out Area” können die Besucher live dabei mitfiebern, wie die Schriftzüge entstehen.

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Vor zwei Jahren wurde der Sprayer Renato S. wegen seiner Puber-Tags zu 14 Monaten Haft verurteilt. Heute werden seine Werke in der HO Gallery ausgestellt.

Wien. Schmiererei oder Kunstform. Geht es um Graffiti und Tags im Straßenbild, so bilden sich schnell die beiden gegensätzlichen Positionen, die seit jeher unversöhnlich einander gegenüber stehen. Vor zwei Jahren sorgte bei diesem Thema der Sprayer Puber für reichlich Diskussionsstoff. Mit seinem gleichnamigen rasch gezogene Schriftzügen überzog er weite Teile der Stadt. Hausfassaden, Geschäftslokale, Straßenbahnen und Kinderspielplätze. In einigen Grätzeln gab es scheinbar kein Objekt, auf dem nicht “Puber” stand.

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Eine Gruppe junger Frauen bringt feministische Themen durch Straßenkunst in den öffentlichen Raum.

Wien. Es ist ein regnerischer Morgen. Im Hof des Alten AKH in Wien wird ein kleiner Plastikpavillon aufgebaut. Unter der dünnen Plastikplane steht Natalie Sandner. Sie schüttelt eine Dose mit Sprühaufsatz, man hört das charakteristische Knacken, dann ein Zischen.

“Riecht schon gut”, sagt Natalie Sandner lächelnd, während sie die rote Farbe aus der Spraydose entweichen lässt und der stechende Geruch sich in die Luft legt. Die 26-jährige Studentin ist Mitglied des Feministischen Street Art Kollektivs Wien. Sandner versieht heute Schallplatten mit politischen Slogans. “Feminist Killjoy”, übersetzt “feministische Spaßverderberin” lautet der lakonische Spruch auf einer Platte, “Riot” steht auf einer anderen. Das Feministische Street Art Kollektiv Wien besteht seit August vergangenen Jahres, Natalie Sandner ist seit Anfang 2015 dabei.

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In der Streetart etabliert sich ein neuer Stil: Calligraffiti. Auch Wiens Wände bekommen bald einen Hauch von 1001 Nacht.

Wien. Schwungvolle Linien in knalligen Farben, die ineinandergreifen, knallige Farben formen auf der Leinwand das arabische Wort für Wien. Der Stil nennt sich Calligraffiti, eine Kombination aus Kalligrafie und Graffiti. Es ist eine neue Kunstrichtung, die sich vor allem unter Jugendlichen großer Beliebtheit erfreut. Künstler wie der gebürtige Tunesier “El Seed” aus Frankreich und Tunesien oder Niels Shoe Meulman aus den Niederlanden schaffen mit ihren Kreationen in den vergangenen Jahren in Eigenregie eine neue Streetart, welche die arabische Schönschreibschrift mit Graffitielementen kombiniert.

Die neue Streetart findet immer mehr Anhänger, auch in Wien. Die drei Jugendlichen Samira, Yunus und Lenina verbindet die Liebe zur arabischen Kalligrafie auf eine besondere Art und Weise. Während Samira Arabisch als Muttersprache hat und deswegen die Sprache in Wort und Schrift beherrscht, mussten Yunus und Lenina sie erlernen, um die für kunstvollen Graffitigebilde kreieren zu können.

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Beim Calle Libre Festival (19. bis 26. September) ist Street-Art aus Österreich und Lateinamerika zu sehen.

Wien. Der Legende nach begann alles im New York der frühen Siebziger. Die “New York Times” berichtete damals über einen Kurier und Sohn griechischer Einwanderer, der sich bei seinen Botengängen auf Wänden in der ganzen Stadt verewigte. Sein Kürzel “Taki183″ bestand aus seinem Spitznamen und seiner Adresse, der 183. Straße in Washington Heights, Manhattan.

Damit gilt er bis heute als einer der Pioniere der urbanen Kunstform. Dokumentarfilme wie “Style Wars” und “Wild Style” setzten auch anderen Inkognito-Künstlern ein Denkmal und führten zu vielen Nachahmern.

Das “Taggen” war geboren und löste einen Boom aus. Die illegale Kunst passte gut zur noch jungen Rapkultur, der es auch um ein “Hier bin ich” ging, um Aufmerksamkeit im anonymen Raum der Großstadt. Noch war die Szene männlich dominiert.

Aus der Kunstform Graffiti entwickelte sich dann die vielfältigere Street-Art. Nicht zu verwechseln ist diese mit Straßenkunst, der Ausdrucksform von Straßenkünstlern, die im öffentlichen Raum musizieren oder zaubern.

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Graffiti- und Street-Art-Künstlern werden Flächen im Hauptbahnhof zur Verfügung gestellt – bis Ende Mai.

Wien. In der Eingangshalle am neuen Hauptbahnhof riecht es nach Aerosol und Vanille. Die Wände sind kunstvoll mit aufwendigen Mustern besprüht worden. Man sieht, hier sind Graffiti-Künstler am Werk. Das Projekt wurde von den ÖBB und dem Street Art Festivalsommer “Cash, Cans & Candy” der Kunstgalerie Ernst Hilger initiiert. Dazu wurden die international renommierten Street-Art-Künstler The Stencil Network und Stinkfish eingeladen. Die ÖBB stellten den Künstlern eine Fläche von 170 Quadratmetern zur freien Gestaltung zur Verfügung. Bis Ende Mai kann man die Kunstwerke besichtigen, danach werden die Gipswände abmontiert, die die Eingangshalle vom Baustellenbereich abtrennen. Die riesigen Paravents werden dann schließlich für einen karitativen Zweck versteigert.

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Der Wiener Street-Artist Paul Busk verteidigt einfache Schriftzüge des Tags und den Mut zur Hässlichkeit
“I was there” – Street-Art Ikone Taki 183 erfand das Graffiti-Writing

Wien. Phantasielos, sagen die einen. Na, und?, sagen die anderen. Überall und immer gleich, ist ein anderer Vorwurf. Das ist die Werbung von A1 auch, sagen die Verteidiger. Wiens bekanntester Sprayer ist am Donnerstag angeblich festgenommen worden, sein Nom de Plume findet sich an unzähligen Fassaden, inklusive der Übermalung eines Kindergarten-Freskos sowie des Gap-Gebäudes nach einem kritischen Artikel über ihn. 119 Anzeigen wegen Sachbeschädigung sind seit Mai 2013 bei der Polizei eingegangen. Puber war überall.

“Dass Puber so aufgefallen ist, liegt nur daran, dass es keine Mitkonkurrenten gegeben hat”, analysiert der Wiener Street-Artist und Multimedia-Künstler Paul Busk im Gespräch mit der “Wiener Zeitung” das Phänomen Puber. Busk, der unter anderem mit seinen Affenköpfen sowie Variationen seines Namens bekannt geworden ist, verteidigt den monotonen Schriftzug, und sieht ihn im Kontext der 80er-Jahre-Ästhetik, die noch immer ein Revival bei Musik und Mode feiert – ein Ja zur Hässlichkeit.

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Quelle: wienerzeitung.at


Von Bernd Vasari

Der Graffiti-Sprayer wollte über das Dach eines Wohnhauses flüchten – die Polizei wartete dort schon auf ihn
Lang gesuchter Graffiti-Sprayer “Puber” wurde am Donnerstag festgenommen.

Wien. Am Donnerstag wurde der Graffiti-Sprayer Puber, der in Wien unter anderem unzählige Hauswände und Öffis mit seinem Namen besprüht haben soll, in seiner Wohnung im 15. Bezirk festgenommen. Ein anonymer Hinweis führte die Polizei am Vormittag zu der Wohngemeinschaft, in der der Gesuchte lebte. Beim Eintreffen der Beamten versteckte sich der Sprayer auf einem Vordach des Hauses, wo er aber gleich entdeckt wurde.

In der Wiener Graffiti-Szene sind die Meinungen über die Festnahme Pubers geteilt. Auf der einen Seite sei man zwar erleichtert, heißt es bei einem Rundruf der “Wiener Zeitung”, denn Puber sei sehr gewalttätig gewesen. Nicht selten ließ er seine Fäuste sprechen, auch ein Messer soll er immer dabei gehabt haben. “Gewalt ist in der Graffiti-Szene nichts Neues”, sagt ein Sprayer, der anonym bleiben möchte, “aber Puber hat das Level deutlich angehoben.” Unbeliebt machte er sich aber auch durch das Übersprayen von anderen Werken und durch die von ihm verursachte erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei auf die Szene. Es soll sogar ein eigener Beamter für die Ermittlungen gegen Puber abgestellt worden sein.

“Ein Held, der rebelliert”
Für viele Sprayer ist Puber aber auch ein Held, der rebelliert, seine Freiheit lebt, “der auf alle scheißt und macht, was er will.” Die meisten seiner Graffitis sind in den schicken Bezirken Neubau und Josefstadt zu finden. “Es war schon cool, wie er die Latte-Macciato-Welt, die Welt der Bobos, zerstört hat”, sagt ein Sprayer. Und weiter: “Das hatte schon ein bisschen etwas von Bonny und Clyde. Man weiß, es ist böse, aber irgendwie mag man es trotzdem.” Für den Bezirkschef von Neubau, Thomas Blimlinger war es weniger cool. Nachdem Puber eine Kindergartenwand übersprayt hatte, brachte Blimlinger eine Tafel an: “Lieber Puber, Zeichnungen von Kindern zu überschmieren, ist das Letzte.” Kurz darauf sprayte Puber sein “Tag” auf diese Tafel. “Er ist sehr schnell. Und sehr geschickt”, räumte Blimlinger danach ein. Auch das Magazin “The Gap” machte mit dem Sprayer Bekanntschaft. Nach einem kritischen Artikel über Puber, sprayte selbiger seinen Namen kurzerhand über die gesamte Glasfassade des Büros.

Dass sich viele Menschen über den Puber-Schriftzug aufregen, ist in der Sprayer-Szene nicht immer nachvollziehbar. “Man bekommt ständig Logos wie das M-Logo von Mc Donalds oder das Coca-Cola-Logo vor die Nase gesetzt. Warum stört man sich dann aber ausgerechnet an dem Puber-Logo?”

Für einen anderen Sprayer ist die Aufregung lächerlich, vor allem im Vergleich zu anderen Städten. “In Berlin gibt es 50 Pubers. Da wäre er nie aufgefallen.”

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Den kompletten Artikel gibt es hier

Quelle: wienerzeitung.at

 


Manche sehen Graffitikunst als Verschönerung Wiens, andere als Sachbeschädigung

Von Sabine Karrer

Die Wiener Graffiti-Szene der ersten Generation ist in die Jahre gekommen.

Wien. Ob Joseph Kyselak stolz auf seinen “Nachwuchs” gewesen wäre? Der Österreicher malte im 19. Jahrhundert auf Wanderschaft seinen Namen an zahlreiche Gebäude und Wände, gilt als erster dokumentierter Vorreiter der Graffitibewegung und praktisch als Erfinder des sogenannten Taggens, dem Hinterlassen seines Namenszugs. Das rund 200 Jahre nach ihm das Graffitisprayen noch immer Aufmerksamkeit erregt und sich teilweise sogar als Kunst etabliert hat, hätte Kyselak sicher gefreut. Wie er zu legalen Flächen gestanden hätte, die etwa das Projekt “Wiener Wand” zur Verfügung stellt, darüber könnte man streiten. Immerhin: Kyselak selbst wird beim Taggen zu Monarchie-Zeiten kaum um Erlaubnis gefragt haben.

“Die legalen Flächen nutzen vor allem Junge und Leute, die besonders schöne Sachen machen”, sagt Norbert Siegl, der im Rahmen des Projekts graffitimuseum.at Führungen zu verschiedenen Plätzen in Wien anbietet. Wie zum Beispiel am Donaukanal. Es gehe den Sprayern nicht nur, aber stark auch um Selbstbehauptung, teils um pubertäre Vorstellungen oder um die “Verarschung der Öffentlichkeit”, betont Siegl. Auch wenn junge Menschen immer wieder glauben, sie würden die Welt neu entdecken: Die Sprayer der ersten Generation sind heute um die 40, 45 Jahre alt.

Alter Hase tritt ruhiger
Einer dieser “alten Hasen” ist Thomas. Nicht zuletzt, weil er in wenigen Monaten heiraten wird, wurde es Zeit für ihn, in Sachen Sprayen ruhiger zu treten: “Den Stress brauch’ ich nicht mehr”, sagt der Wiener. Und meint damit vor allem Stress mit der Polizei, mehrere Male wurde er in der Vergangenheit bereits verhaftet. Nachweisen konnte man ihm nie etwas, worüber er im Nachhinein froh ist. Denn die Strafen bei Verurteilungen sind hoch. Johann Golob von der Wiener Polizei bekräftigt, dass man natürlich gegen illegale Sprayer vorgehe, kann aber keinen Auf- oder Abwärtstrend erkennen. International arbeite man eng mit den Behörden zusammen, da es sich teilweise um Gruppen handelt, die durch die Länder ziehen und dort ihre Spuren hinterlassen, so Golob.

Früher ist Thomas regelmäßig mit Marker oder Spraydose losgezogen, um seinen Namen in der Öffentlichkeit zu hinterlassen. Tatsächlich nicht immer unbedingt legal, wie er heute zugibt. Wie viele Sprayer war er als Jugendlicher über Hip Hop mit der Szene in Berührung gekommen. “Ich mag es einfach, etwas Schirches schöner zu machen”, sagt er. Etwas “Schirches”, das können Betonwände ebenso sein wie öffentliche Gebäude. An privatem Eigentum würde sich Thomas allerdings ebenso wenig austoben, wie etwa an Bauwerken wie dem Stephansdom. “Davor hat man in der Szene Respekt”, sagt er.

Ähnlich wie einst Kyselak, hinterlässt auch Thomas in der Regel nur seinen Schriftzug. Und da ist er nicht der einzige: Namen wie Keramik, Solo oder Sand begegnen aufmerksamen Wien-Spaziergängern. Gesprayt wird mal nach mehr, mal nach weniger Vorbereitungszeit, erzählt Thomas: “Meistens überlegt man vorher, wo man seine Zeichnung hinterlässt, macht Skizzen und übt viel”, sagt er. Schnelligkeit ist dabei selten das wichtigste Kriterium, wer etwas auf sich hält, achtet immer auf die Qualität seiner Werke. Danach werde man schließlich innerhalb der Szene beurteilt. Wie vielen anderen Sprayern geht es Thomas nicht zuletzt darum, öffentlichen Raum zu erobern, Präsenz zu zeigen, seine Botschaft zu verbreiten. Auch wenn er sich selbst oft nicht im legalen Raum bewegt, würde er sich mehr freie Flächen wie jene des Projekts Wiener Wand wünschen, sagt er. “Insgesamt ist Wien sicher eine sehr saubere Stadt, was Graffiti betrifft”, betont er aber auch.

“Lässt einen nicht los”
Seine Farben kauft Thomas in Roman Somogyis “Color Store Vienna” in der Burggasse. Dieser will von illegalen Aktionen nichts wissen, er ist überzeugt, dass seine Kunden “nur Nettes” malen. Besonders freut es ihn, wenn junge Menschen in ihrer Freizeit malen, anstatt vorm Fernseher zu sitzen. “Ich hatte keinen Bezug zum Malen und war eher peinlich berührt, als mir vor etwa 20 Jahren der erste Bub seine Skizzen vom Wochenende gezeigt beziehungsweise geschenkt hat”, erzählt Somogyi. Längst hat ihn das “Fieber” auch gepackt, seitdem malt er an der legalen “Rookiewall” auf der Donauinsel mit.

Auch Thomas weiß, dass das Sprayen einen so leicht nicht mehr loslässt, sogar ein gewisses Suchtpotenzial birgt. Ganz lassen kann er es selbst heute noch nicht. Dabei hängen bei ihm im Wohnzimmer bereits “ganz normale Bilder in Rahmen”, wie er sagt. Schließlich gehe er ja auch schon auf die 40 zu.

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