In Hainfeld (Bezirk Lilienfeld) ist am Donnerstag in den frühen Morgenstunden ein Graffitisprayer auf frischer Tat ertappt worden.

Dem 23-jährigen Hainfelder wird nach Angaben der Landespolizeidirektion NÖ zur Last gelegt, auf dem Bahnhof einen Triebwagen auf einer Länge von etwa vier Metern besprüht und beschädigt zu haben.

Ein Anrainer hatte die Tat beobachtet. Der Verdächtige aus dem Bezirk Lilienfeld wurde in der Folge von Beamten der Polizeiinspektionen Hainfeld und St. Veit a.d. Gölsen noch auf dem Areal des Bahnhofs angehalten und vorläufig festgenommen.

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Parolen oder verbotene Kunst: Schaden für Betroffene ist meist enorm.

„Scheiß Jesus!“ Diese Worte wurden vor kurzem auf einen Grabstein am Friedhof Mank geschmiert. Auch mit Hakenkreuzen wurde der Friedhofsbereich verunstaltet. Die Parole „Ausländer raus“ schrieb ein Unbekannter auf ein Garagentor im Bezirk Mistelbach. Der Kneipp-Aktiv-Weg in Hainfeld wurde vor einigen Tagen bereits das dritte Mal in diesem Jahr Ziel von Vandalen. Nicht nur, dass Blumenbeete verwüstet wurden; ein Fitnessgerät und eine Hinweistafel wurden bekritzelt.

Ein allgegenwärtiges Phänomen für die heimische Exekutive. „Graffiti oder Schmieraktionen gibt es seit vielen Jahrzehnten. Sie sind einerseits Ausdruck künstlerischer Ambitionen, genauso aber auch politische Agitation sowohl von links- als auch rechtsradikalen Kreisen“, stellt dazu Markus Haindl von der Landespolizeidirektion Niederösterreich beim Blick auf die verschiedenen Vandalenakte mit Graffiti-Schmierereien fest.

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Künstlerisch wollten sich zwei 18-Jährige betätigen und sprühten emsig am Bahnhof.

„Ich wollte meine Spuren hinterlassen“, sagt ein 18-Jähriger im Prozess am Landesgericht St. Pölten. Am Bahnhof in St. Valentin hinterließ der Graffiti-Sprayer farbige Schriftzüge. Rund 10.000 Euro beträgt der Schaden.

Verbotene Aktionen „cool“ gefunden

In Wartehäuschen, auf Lärmschutzwänden, auf der Toilette und Zigarettenautomaten hinterließ der 18-Jährige mit Sprühdosen seine Werke. „Graffiti hat mir gut gefallen, ich hab’ auch zuhause ein bisschen vorgezeichnet. Und spontan Graffitis gemacht mit dem Edding-Stift, wenn ich auf den Zug warten musste“, erzählt der Teenager.

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Nächtliche Graffiti Sprayer waren in Baden unterwegs. Stadtpolizei bittet um Hinweise auf die Übeltäter.
Die Stadtpolizei sucht nach Sprayern, die mehrere Gebäude und Elektrokästen in der Mühlgasse, der Neustiftgasse und der Gymnasiumstraße sowie die Südbahndurchfahrt in der Mühlgasse mit Graffitis verschandelt haben.

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Schon in den Nachtstunden zum Samstag, also vor Halloween, probierten unbekannte Täter ihre Spraydosen schon auf Garagen, Keller und Hausmauern aus.

Alles nahe dem Jugendzentrum „Derschschule“, bei der Polizei Ladendorf gingen am Samstag ständig Anzeigen ein. Der Schaden ist enorm, ob die gesprayten „Kunstwerke“ überstrichen werden können, steht noch nicht fest. Im schlimmsten Fall muss Fassade und Putz abgeschlagen werden, das wird dann teuer. Die Polizei Ladendorf hat bereits fünf Anzeigen entgegengenommen und fahndet nach den Tätern.

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Nach Angaben der Landespolizeidirektion NÖ wurden in der Nacht auf Sonntag Schrankenanlagen, Andreaskreuze, Stellgebäude sowie Verteiler- und Postkästen mit Lack mit den Schriftzeichen “PTR” und “PASTOR” besprüht.

Der Gesamtschaden wird mit mehreren tausend Euro beziffert.

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Wien (OTS) – Beamte der Polizeiinspektion Hermann-Bahr-Straße wurden am 25.Dezember 2014 um 00.40 Uhr auf fünf schlafende Männer in einem Auto aufmerksam. Bei einer Lenker und Fahrzeugkontrolle konnten die Beamten in dem Fahrzeug mehrere Graffiti-Utensilien auffinden. Im Zuge der weiteren Erhebungen stellte sich heraus, dass es sich bei den fünf Personen um mutmaßliche Sprayer handelt, die im Bereich von Wien und Niederösterreich vermutlich mehr als 15 teils schwere Sachbeschädigungen durch Graffiti begangen haben. Die Schadenssumme wird erhoben und ist derzeit noch unbekannt. Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Wien. Die fünf Männer (20 bis 34 Jahre alt) wurden festgenommen, die Graffiti-Utensilien sichergestellt.

Quelle: APA / OTS

Mehr dazu hier:
- orf.at
- heute.at
- noen.at
- regionews.at
- bvz.at
- vienna.at


Diskussion geht weiter / Fassade in der Domgasse muss wahrscheinlich wiederhergestellt werden. Aber: NV will Farbe an anderen Zugängen.

ST. PÖLTEN / Das Graffiti in der Domgasse polarisiert weiter. Das zeigen auch die Leser-Kommentare zum Artikel der Vorwoche. Von „endlich ein kleiner Schritt wirklich ,europäisch‘ zu sein“ (Weltenklang-Chef Dietmar Haslinger) bis zur „Degradierung der Künstler zu Kulturbarbaren“ reicht das Meinungsspektrum (beim Online-Voting sind 62 Prozent für die Erhaltung). Die Entscheidung liegt weiter beim Denkmalamt, das zum laufenden Verfahren aber keine Auskunft geben will. Verhandelt werde aber, sagt Auftraggeber Manfred Wohlmetzberger, Chef der NV-Immobilien: „Wir sind in Kontakt und versuchen, eine befristete Bewilligung zu erwirken.“ Die Fassade soll zumindest ein Jahr erhalten bleiben.


Gestaltung / NV-Passage ziert ein buntes Graffiti. Das Denkmalamt erwartet, dass es entfernt wird.

ST. PÖLTEN / Für einen Farbklecks in der Innenstadt hat die neue Fassadengestaltung des Domgassen-Eingangs des NV-Centers gesorgt – aber auch für Diskussionen. NV-Immobilienchef Manfred Wohlmetzberger hält fest: „Wir haben uns das Ganze lange überlegt.“

Monte Hegro-Boss Daniel Zinner ist sicher, dass die Fassade gefällt: „Viele sind auf mich zugekommen und haben sich begeistert gezeigt.“ Die Optik füge sich auch toll in die Innenstadt ein. Laut Wohlmetzberger habe sich auch der Bürgermeister über die neue Gestaltung gefreut. Und der Werbeeffekt sei groß, betont Zinner: „Das NV-Center ist belebter denn je.“ Davon soll auch die Kunstausstellung im NV-Center ab 22. Mai profitieren.

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“Kunst | “St. Pölten ist mehr als Barock”, hieß es in einer Aussendung am Dienstag zur Präsentation eines Graffiti-Bildbandes.

“Schlachthof St. Pölten – Mai Jam” dokumentiert farbenfroh die dort in den vergangenen Jahren entstandene Form der Jugendkultur. Um präventiv illegales Sprayen zu reduzieren, setze man in St. Pölten darauf, der Szene Raum zu geben, erklärte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ).
Große, legale “Sprayer-Aktion”

Die nächste große und legale “Sprayer-Aktion” wird die Gestaltung der Fassade des von der Arbeiterkammer NÖ neu errichteten Jugendzentrums der Stadt “Steppenwolf” anlässlich der offiziellen Eröffnung am 10. Mai sein.

St. Pölten sei eine “junge” Stadt, in der laut Statistik rund 7.300 Personen – das sind 13 Prozent der Einwohner – zwischen 14 und 24 Jahren alt sind.

Interesse an Graffiti-Workshops groß

2011 und 2012 organisierten zwei Jugendliche im ehemaligen Schlachthof die Graffiti-Workshops “Mai-Jam”, die auf großes Interesse gestoßen seien.

Nach den Aktionen konnten einige Künstler sogar Aufträge zur Gestaltung von Mauern bzw. Zimmerwänden erhalten. Zudem ist daraus eine Kooperation mit der Grillparzer-Volksschule entstanden, um gemeinsam mit den Schulkindern die Fußgängerunterführung für ein Stadtviertel attraktiver zu gestalten.

Graffiti keine Subkultur mehr

“Graffiti ist erwachsen geworden und längst in der breiten Wahrnehmung der Bevölkerung etabliert,” so Clemens Bartenbach, Initiator des Bildbandes und der Mai-Jam-Veranstaltungen: “Mit Zusagen von Sprayern aus der ganzen Welt haben die Organisatoren der Mai-Jams bewiesen, dass diese Subkultur keine mehr ist und es ein flächendeckendes internationales gut funktionierendes Netzwerk von Malern gibt, die den künstlerischen Austausch auf diesem Weg zu schätzen wissen.”

“Schlachthof St. Pölten – Mai Jam” ist für 15 Euro im Jugendzentrum Steppenwolf, im Stadtmuseum und im Tourismusbüro der Stadt erhältlich. Der Band entstand mit Unterstützung der Stadt, AKNÖ und Kulturvernetzung NÖ “come-on”)”

Quelle: noen.at