Einen Schaden von mehreren Tausend Euro soll ein Graffiti-Sprayer in der Nacht auf Montag bei einer Zuggarnitur im Bahnhof Saalfelden (Pinzgau) angerichtet haben. Die Polizei bittet nun um Hinweise.

Wie es in einer Aussendung der Polizei vom Dienstag heißt, habe der Unbekannte die Grafittis auf der Zuggarnitur mit dem Schriftzug „BCKS“ signiert. Man bittet nun um Hinweise zu dieser Signatur bzw. zu deren Verfasser. Sachdienliche Hinweise werden von der Polizeiinspektion Saalfelden 059133 5183 entgegen genommen.

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Graffiti ist Kunst im öffentlichen Raum. Viele Städte verbieten das Sprayen rigoros, Wien dagegen setzt auf kulturelle Offenheit. Die Wienerwand ist eine legale Fläche für Graffiti-KünstlerInnen und eine Bereicherung für das Stadtbild.

Nur wenige schaffen es, einfach vorbeizugehen. Die Wienerwand am Yppenplatz in Ottakring ist der Hingucker des Grätzels. Auf ihr findet sich die ganze Bandbreite der Graffitikunst. Schriftzüge mit Namen stehen neben Fischen, einer comicinspirierten dreiohrigen Micky-Maus-Figur, Geckos und sozialen Statements. Das Besondere an dieser Wand: Jede und jeder darf hier sprayen. Es ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Es ist eine von mittlerweile sieben Wienerwänden, die von der Stadt für Graffitis zur Verfügung gestellt wurden. Grundgedanke des Projekts war es, das illegale Sprayen einzudämmen und legale Alternativen zu schaffen.

Teil der Jugendkultur

“Graffitis, obwohl meist nicht bestellt und nicht erwünscht, sind wohl die häufigste Kunstform im öffentlichen Raum. Sprayerinnen und Sprayer wollen und sollen Aufmerksamkeit erregen und ihren Themen, zum Beispiel Ungleichheit oder soziale Ungerechtigkeit, Ausdruck verleihen. Das Wiener Graffiti-Konzept soll ihnen zu mehr Anerkennung oder zumindest Akzeptanz verhelfen”, sagt Franz Kratzer vom Wiener Bildungsserver. Graffiti ist eine Ausdrucksform und die Sprayerinnen und Sprayer sind oft Kunst- oder Grafikstudierende. Was man an der Wienerwand findet, ist Kunst, aber auch sozialer Kommentar oder Kritik. Manchmal ist es auch Ausdruck des Wunsches nach gesellschaftlicher Rebellion. Für die Stadt Wien ist es ein wichtiger Teil der Jugendkultur, der sich einen Platz im öffentlichen Raum verdient hat.

Wienerwände sind für alle SprayerInnen

Die Voraussetzungen, an den Wänden zu sprayen, sind niederschwellig. Man braucht sein eigenes Equipment, muss sich in den vorgegebenen Grenzen bewegen und ist zum respektvollen Umgang miteinander verpflichtet. Die freigegebenen Wände erkennt man ganz leicht an der Taube, dem Logo der Wienerwand. Franz Kratzer erklärt den Sinn hinter dem Symbol: “Graffiti teilt dieselbe Hassliebe wie eine Taube in der Stadt. Beide sind kontroverse Bestandteile eines Stadtgefüges, da sie die Stadt auf ihre Art benutzen und beleben. Das Wiener Wappen repräsentiert die Stadt Wien als Schirmherrin, die Taube symbolisiert die Akteurinnen und Akteure und der Name Wienerwand steht für die Symbiose beider.”

Der richtige Weg

Die Wienerwände werden in der Graffitiszene sehr positiv angenommen, erklärt Stefan Wogrin von Spraycity. Auf seiner Website kann man eine fabelhafte Auswahl nationaler und internationaler Graffitis ansehen. Außerdem gibt es einen Blog, die Möglichkeit selbst Bilder hochzuladen und eine Karte, in der alle legalen Flächen in Österreich verzeichnet sind. Wogrin ist auch Herausgeber des Offline Graffiti Magazine. “In kaum einer anderen europäischen Stadt gibt es derart viele legale Graffitiflächen wie in Wien. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass eine Legalisierung von Graffiti an geeigneten Stellen der richtige Weg ist und das Stadtbild positiv verändert.” Viele Sprayerinnen und Sprayer sind froh, ihre Kunstwerke legal und ohne Angst vor rechtlichen Konsequenzen anfertigen zu können. Die Werke am Yppenplatz zeigen deutlich, dass hier hochbegabte Menschen am Werk sind.

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GARS/KAMP. Hört man Sarah Kupfner zu wie sie über ihre Arbeit mit Farbe, Form, Struktur und Licht spricht, bekommt man direkt Lust, sich selbst kreativ zu betätigen. Die sympathische Graffiti-Künstlerin lud Tips anlässlich ihrer Atelier-Neueröffnung ein, sich in der Welt der Sprühkunst ein wenig umzusehen.

Unter ihrem Künstlernamen „SIUZ“ ist die talentierte Garserin vielen bereits ein Begriff. Als technische Bauzeichnerin verfügt sie neben ihrer immensen Vorstellungskraft und dem offensichtlichen Talent auch über das nötige bautechnische Verständnis um ihre Arbeiten mit optimalem Ergebnis auf unterschiedlichste Flächen zu bringen. Neben Mauern, Fassaden, Leinwänden und Möbeln verleiht sie auch Handy-, CD- und Buch-Covers, Modelleisenbahnen oder Gitarren eine eigene Note. „Da gibt es kaum Grenzen“, lacht die Künstlerin, „auf Kundenwünsche gehe ich sehr individuell ein.“

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Bezirk Lend – Vier Wiener stehen im Verdacht, Freitagfrüh, 10. Februar 2017, eine Hausmauer mit schwarzem Lack besprüht zu haben. Sie werden angezeigt.

Gegen 01:00 Uhr besprühten vorerst unbekannte Täter eine Hausmauer am Lendkai mit dem Schriftzug „KARAT 90“. Ein Anrainer beobachtete dies und verständigte die Polizei. Nach einer sofort eingeleiteten Fahndung wurden die vier Tatverdächtigen aus Wien,16, 17, und zwei 19-Jährige, im Stadtgebiet von Graz ausgeforscht und festgenommen.

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Ein aufmerksamer ÖBB-Mitarbeiter beobachtete am 30. Dezember gegen 20.:15 Uhr am Bahnhofsgelände in Mauthausen zwei junge Burschen beim Beschmieren einer Betonwand. Mit orangem Lackspray sprühten die beiden die Schriftzüge “2023″ sowie “Wake UP” auf die Wand. Die alarmierte Polizei konnte zwei Burschen, einen 17-Jährigen aus Ried in der Riedmark und einen 17-Jährigen aus Asten, am Vorfallort aufgreifen. Sie werden wegen Sachbeschädigung bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.

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Zwischen Mitte Oktober und Mitte November kam es in Feldkirch zu mehreren Sachbeschädigungen durch einen Sprayer.

In der Zeit vom 14. Oktober bis 15.November 2016 ereigneten sich in Feldkirch mehrere Sachbeschädigungen. An zwölf Tatorten wurden Graffiti-Schriftzüge mit einem Lackspray auf Häuserfassaden, Türen, Fahrzeugen und Baucontainer angebracht wurden. Dabei wurden die Schriftzüge “GLOW”, “DRIP”, “HALO”, “CREW” sowie das Kürzel “V.C.” verwendet. Der Täter wurde im Oktober von einer Passantin im Bereich Reichenfeld bei der Tat überrascht und flüchtete darauf hin.

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Graffiti auf den U- Bahn- Waggons: Für die einen ist es Kunst, für die anderen einfach eine Schmiererei. Mehr als 280 Fälle zählen die Wiener Linien pro Jahr an ihren U- Bahn- Waggons – also fast jeden Tag einen, wenn man die Sonn- und Feiertage abzieht. Tendenz weiter steigend. Nun wird verstärkt kontrolliert.

Gemeinsam mit der Polizei werden nächtliche Kontrollgänge durchgeführt – so soll den Sprayern das Handwerk vermiest werden. Denn die Wiener Linien mussten 2015 mehr als 1,6 Millionen Euro für die Entfernung der Graffitis aus den Waggons aufwenden. Geld, das sich die Verantwortlichen aber von den Verursachern zurückholen, wenn es geht: Sprayer, die erwischt wurden, müssen den angerichteten Schaden begleichen. “Manche zahlen in Raten tausende Euro jedes Jahr zurück,” rechnet Pressesprecher Daniel Amann vor.

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Graffiti-Artist, Jungmutter und kreatives Multitalent Vanessa Hänsler (30) aus Mellau im WANN & WO-Porträt.

„Mit 15 habe ich angefangen mit illegalen Graffitis. Mein Freund war damals auch in der Szene. Ich habe zwar davor schon viel gezeichnet, aber da ist es dann so richtig ins Rollen gekommen“, erzählt „VanTastiq“, wie sie auch genannt wird. Mit 19 Jahren wurde sie schließlich erwischt und dem Richter vorgeführt. Dieser erkannte das Talent der jungen Frau und empfahl ihr, Grafikdesign zu studieren. „Diese Ansage hat mir geholfen, meinen Weg zu finden“, resümiert die heute erfolgreiche Unternehmerin.

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SPRAYCITY.AT-Herausgeber Stefan Wogrin über die florierende Szene in der Hauptstadt.

Wie hat sich das Graffiti-Writing in Wien in den letzten 15 Jahren deiner Meinung nach verändert?

Stefan Wogrin: Grundsätzlich kann man mittlerweile von einem regelrechten Graffiti-Boom sprechen. Die im europäischen Vergleich eher kleine Wiener Szene, wurde in den letzten Jahren immer größer. Durch das Internet ist der Zugang zum Graffiti einfacher geworden, wodurch immer mehr junge Menschen damit beginnen. Das spiegelt sich natürlich in der Masse von Graffiti im Wiener Stadtbild wieder. Auch die Stadt selbst reagierte darauf und immer mehr Wände werden im Rahmen des Projektes Wienerwand zum Bemalen freigegeben. Natürlich boomt dadurch auch die Wirtschaft. Früher gab es eigentlich nur einen Graffiti Shop in Wien, heute sind es bereits mehrere Geschäfte, die sich zum Großteil auf den Verkauf von Sprühdosen und Graffiti Zubehör spezialisiert haben. Verändert hat sich auch die Akzeptanz von Graffiti in der Gesellschaft. Graffiti wird zunehmend als Kunst angenommen, was auch zu einer gewissen Spaltung zwischen dem Writing und der Street Art geführt hat. Der kommerzielle Aspekt spielt dabei die größte Rolle. Viele Wiener Galerien zeigen Street Art, manche haben sich sogar gänzlich in diese Richtung orientiert. Die Graffiti-Writing Szene lehnt diese Entwicklung aber eher ab.

Du hast das Projekt Wienerwand angesprochen. Worum geht es dabei?

Hinter dem Projekt Wienerwand verbirgt sich in erster Linie ein Leitsystem, wodurch legale Graffiti Wände durch ein Taubensymbol offiziell als solche gekennzeichnet werden. Das im Jahr 2005 gestartete Projekt sucht im Auftrag der Stadt Wien geeignete Flächen und stellt diese den Writern zur Verfügung. In Wien gibt es zurzeit 15 Standorte, an denen legal gesprüht werden darf. Im Vergleich zu anderen Großstädten bietet die Stadt Wien also sehr viele legale Wandflächen an.

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Der SPRAYCITY.AT-Herausgeber über Graffiti in Wien & welche wichtige Rolle die Dokumentation spielt.

Seit 2001 dokumentiert SPRAYCITY.AT das Geschehen rund um die Graffiti-Writing Szene in Österreich. Im April wurde das 15 jährige Jubiläum im Rahmen einer, für das Street Art geprägte Wien, eher ungewöhnlichen Ausstellung in der Oxymoron Galerie gefeiert.


Was gab es in der einwöchigen Ausstellung „Buchstabenbilder“ zu sehen?

Das Erste, was man mit einer Graffiti Ausstellung in einer Galerie assoziiert sind natürlich mit Sprühdosen bemalte Leinwände, die man zu einem hohen Preis käuflich erwerben kann. In Wien gab es derartige Ausstellungen in den letzten Jahren zuhauf. Wir wollten das genaue Gegenteil. Der Grundgedanke war es, das Graffiti-Writing wieder in den Fokus einer nicht kommerziellen, dokumentarischen Ausstellung zu rücken. Aus diesem Grund gab es hier auch keine Leinwände zu kaufen und auch der kurze Zeitraum, in dem die Ausstellung zu sehen war sollte zudem die Kurzlebigkeit von Graffiti thematisieren.

In der Ausstellung spielten auch Tags eine große Rolle. Wie kam es dazu?

Den Mittelpunkt bildete eine Wand mit 858 Wiener Tags aus den letzten 30 Jahren. Damit wollten wir dem Tag, der Grundform des Writings, den größten Platz einnehmen lassen. Normalerweise werden die Tags von der Öffentlichkeit als bloße Schmiererei aufgefasst. Dem wollten wir entgegenwirken, indem wir die einzelnen Tags auf eine Farbe reduziert nebeneinander gehängt haben. Durch diese Isolierung vom Entstehungsort stand die typographische Gestaltung im Vordergrund und auch die Vielzahl von unterschiedlichen Namen konnte dadurch veranschaulicht werden. Die Tags haben auf die Besucher eine enorme Anziehungskraft ausgestrahlt.

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